Masterplan

Präsentation des Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes für die Elbinsel am 10. Juli 2009

Einladung zur Agenda 21-Abschluss-Konferenz Kaltehofe - Jetzt geht`s los!
Am 10. Juli 2009 von 14.00-17.00 Uhr in der Fritz-Köhne-Schule, Marckmannstraße 61 in 20539 Hamburg

Agenda 21- Prozess Kaltehofe
Die Elbinsel Kaltehofe bekommt ein neues NutzungskonzeptWährend des von der SDW durchgeführten Agenda 21-Prozesses Kaltehofe - Entstehung eines Nutzungskonzeptes im Konsens miteinander - hatte die Beteiligung der Bürger stets einen hohen Stellenwert. Zwei sehr gut besuchte Vortragsabende, zwei Agenda 21-Konferenzen, ein Agenda 21-Büro Kaltehofe im Stadtteil, Pressemitteilungen und eine eigene Homepage www.nachhaltiges-hamburg.de informierten die Bürger u.a. über Konzeptideen und die Arbeit der Lenkungsgruppe und gaben ihnen die Möglichkeit, mitzudiskutieren und in Arbeitsgruppen das endgültige Nutzungskonzept für die Elbinsel Kaltehofe mitzugestalten. Das Nutzungskonzept mündete in einen Masterplan.

Masterplan
Der im November 2007 der Öffentlichkeit präsentierte Masterplan, die "Wasserkunst Kaltehofe", wurde nun überarbeitet und konkretisiert. Im Rahmen der Agenda 21-Abschluss-Konferenz Kaltehofe präsentiert Ihnen das Architekturbüro Studio Andreas Heller die endgültigen Umsetzungspläne für die Wasserkunst Kaltehofe. Unter dem Motto "Jetzt geht es los!" zeigen wir Ihnen zusammen mit den Eigentümern, den Hamburger Wasserwerken, und dem Architekturbüro Studio Andreas Heller wie und wann der Masterplan Kaltehofe nun umgesetzt und das industriegeschichtliche Kleinod in Rothenburgsort einer breiten Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden wird.

Veranstaltungsprogramm als Donwload (pdf)

 


Masterplan-Erstellung - Beauftragung der SDW durch die Hamburger Wasserwerke

Um diese Ideen aus dem Agenda 21-Prozess in eine konkrete Planung einfließen zu lassen, wurde die SDW von den Hamburger Wasserwerken mit der Ausarbeitung eines Masterplans beauftragt. Für die Erarbeitung des Masterplans konnte die SDW das renommierte Architektenbüro Studio Andreas Heller gewinnen. Es handelt sich bei dem Masterplan um eine professionell erarbeitete Vorstudie, die eine finanziell tragbare Lösung für Kaltehofe aufzeigt. Vorrangiges Ziel ist, ein einzigartiges Stück Industriegeschichte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Zukunft der Elbinsel muss dabei sozial, ökologisch und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden. Bei der Erstellung des Masterplans flossen neben den Konzeptideen aus dem Agenda 21-Prozess auch weitere bisher erarbeitete Nutzungsvorschläge ein. Mit der Lenkungsgruppe des Agenda 21-Prozesses wurde der Entwurf des Masterplans abgestimmt. Alle für Kaltehofe bereits entwickelten Konzepte wurden vom Studio Andreas Heller auf ihre inhaltliche Unterstützung mehrerer Leitgedanken (z.B. Erhaltung der Authentizität des Ortes, Vermittlung der Geschichte des Industriedenkmals Kaltehofe sowie die Vermittlung der Themen Wasser und Natur, zusätzlicher Besuchermagnet erforderlich) sowie auf ihre ökonomische Machbarkeit überprüft. Im Rahmen der Konzeptfindung untersuchte man unterschiedliche Flächenvarianten, die von kapp 4 ha über 14,3 ha bis hin zu 31 ha reichten. Die Entscheidung der optimalen Größe des öffentlich zugänglichen Areals fiel auf die Variante II mit der Flächengröße von 14,3 ha. Es soll sich bei der Wasser- und Naturkunst Kaltehofe um eine sehr sanfte Art von Attraktion handeln, die mit gebührendem Respekt auf dieses einzigartige Industriedenkmal und die umgebende Natur reagiert.

Bausteine der Wasserkunst Kaltehofe
Die wichtigsten Bausteine aus denen sich die Wasserkunst Kaltehofe zusammensetzt, sind der

  • Erhalt des ehemaligen Betriebs- und Laborgebäudes und Entwicklung zum Ausflugslokal mit angeschlossenem Museum und Tagungsraum,
  • der Aussichtsturm mit dem vermietbaren Eventraum und
  • die in ihrer Strenge fast barocke Anlage der Filterstraßen mit Wasserbecken, die mit unterschiedlichen Nutzungen bespielt werden.

Das Gelände schließt acht Filterbecken sowie eine große Veranstaltungsfläche um das ehemalige Betriebs- und Laborgebäude ein. Es bedeckt zentral das mittlere Drittel der Gesamtanlage von Kaltehofe. Das Ausstellungsgebäude ist komplett eingezäunt, öffentlich gebührenfrei zugänglich und besitzt einen zentralen Eingang in der Nähe des Restaurants- bzw. Museumsgebäudes. Die Besucher können sich auf den wieder im historischen Layout hergerichteten Filterstraßen bewegen. Die Nutzungen und Attraktionen in den sechs Becken reichen von Museumsklärbecken, Wasserbiotop, Wasser- und Hindernisparours für die ganze Familie, Schwimmbecken in Baggerseequalität, Wasserspiele mit musikalischer Untermalung und Freigabe für Modellboote. Von einem geplanten 50 m hohen Aussichtsturm reicht der Blick weit über Kaltehofe hinaus. Erst aus dieser Höhe wird dem Besucher die streng geometrische Anlage und die Tatsache, sich auf einer Insel im Elbstrom zu befinden, bewusst.

Zusammenfassung:
Der Masterplan Kaltehofe setzt die Wünsche und Ideen des im Agenda 21-Prozess Kaltehofe erarbeiteten Nutzungskonzeptes um. Gleichzeitig steht er für eine unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten realistische Planung. Der mit einer Fläche von rund 14 Hektar gewählte Vorschlag "Wasser- und Naturkunst Kaltehofe" für eine Neugestaltung der Elbinsel wahrt den ehemaligen Industriecharakter und berücksichtigt den Wunsch nach schonendem Umgang mit der Natur ebenso wie den Wunsch nach sanftem attraktiven Tourismus.

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